Heute ist internationaler Tag der Jugend. Er soll an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase erinnern. Schliesslich ist die Jugend die Zukunft – heisst es immer. Auch, wenn Politiker das nur zu gerne vergessen und nicht besonders viel dafür tun. Daher sollen wenigstens einmal im Jahr – am 12. August – weltweit alle Jugendlichen (d.h. alle im Alter von 13 bis 21 Jahren) im Fokus stehen.

Jugend ist der Bereich zwischen Kindheit und Erwachsensein. Eine sehr schöne aber nicht ganz leichte Zeit! In die Jugend fallen viele wichtige Ereignisse, die zum ersten Mal passieren – anders als in der Kindheit, ist nun jedoch für die ersten Male einiges mehr an Bewusstsein vorhanden.

Die Schulzeit endet, man ist damit beschäftigt, seine Identität zu finden, der erste eigene Wohnraum steht an und irgendwann passiert bei den meisten auch das erste Mal.

Sex ist jedoch nicht das Thema, auf das wir heute hinauswollen. Zumindest nicht direkt. Indirekt schon – da die Pubertät eine ganze Menge damit zu tun hat. Der Name kommt vom lateinischen «pubertas», was soviel heisst, wie Geschlechtsreife. D.h., hier entwickelt sich unsere Fortpflanzungsfähigkeit. Und so einiges mehr ...

 

Ausnahmezustand Pubertät

Abgesehen von den ersten Lebensjahren gibt es keine extremere Entwicklung, als in der Pubertät. Der Körper erhält ein hormonelles Signal, verstärkt Geschlechtshormone zu produzieren und auszuschütten. Bei Jungs das Testosteron, bei Mädchen Östrogen. Dadurch entwickelt sich bei Mädchen die Brust, die Menstruation beginnt und kurz danach bilden sich befruchtbare Eizellen.

Bei Jungen passiert sogar noch mehr: Die Muskelmasse vermehrt sich, die Geschlechtsorgane wachsen und die Spermienproduktion beginnt. Der Bart beginnt, zu spriessen und die Stimme wird tiefer – na ja, irgendwann zumindest. Zunächst kann sie auch ganz schön hoch werden – sehr zum Leidwesen der Pubertierenden.

Zudem verändern sich bei beiden Geschlechtern die Körperformen zu ausgewachsenen Körpern und das Wachstum von Achsel- und Schamhaaren beginnt. Und last but not least die seelischen Veränderungen! Die Persönlichkeit reift, Freundschaften können sich verändern und auch die Denkweise über das andere Geschlecht. Willkommen auf dem Weg ins Erwachsenenleben!

 

Himmelhoch und so...

Mit diesem Hormoncocktail und all den einschneidenden Veränderungen im Innern ist es also kein Wunder, dass die Laune ständig schwankt und andere einen nicht immer für ganz zurechnungsfähig halten. Am besten lässt man die anderen denken, was sie wollen – schliesslich ist jeder mal durch diese Phase gegangen.

 

Unsere wichtigsten Tipps für die Pubertät :

  • So wie man selbst, muss sich manchmal auch das Umfeld erst an die Veränderung gewöhnen. Hier hilft Geduld – mit den anderen – aber vor allem mit sich selbst.
  • Die Menschen, die nun am meisten Verständnis aufbringen müssen, sind die Eltern – sie müssen akzeptieren, dass man immer selbstständiger und erwachsener wird und nicht mehr (alles) macht, was sie wollen. Am besten man redet mit ihnen darüber, wie man die Welt sieht, über seine Gedanken und Wünsche.
  • Vor allem die jungen Ladies sind oft überfordert von ihren Gefühlen, welche durch die hormonell bedingten Stimmungsschwankungen hervorgerufen werden. Wenn mal wieder alles mies ist, am besten nicht dagegen ankämpfen, sondern sich lieber was Gutes tun. Baden, spazieren, tanzen... vielleicht auch mit einer lieben Freundin austauschen, der es ähnlich geht!? Und dran denken, dass auch wieder Tage kommen, an denen man vor Glück und Kraft strotzt.